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Serieller Holzbau als Schlüssel für bezahlbares und klimafreundliches Bauen – Berliner Holzbaukongress 2026 setzt starkes Signal

15.04.2026rss_feed

Serieller Holzbau als Schlüssel für bezahlbares und klimafreundliches Bauen – Berliner Holzbaukongress 2026 setzt starkes Signal

 

Beim 7. Deutschen Holzbaukongress am 14. und 15. April 2026 in Berlin, der von Bundesbauministerin Verena Hubertz eröffnet wurde, stand eine zentrale Botschaft im Mittelpunkt: Serieller Holzbau ist ein entscheidender Problemlöser für die gesellschaftlichen Herausforderungen im Bauen. Er verbindet Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Geschwindigkeit – und rückt den Baustoff Holz weiter ins Zentrum der Bau- und Wohnungspolitik.


Bundesbauministerin Hubertz bezeichnete den Holzbau klar als strategischen Pfeiler und erklärte: Holz ist für mich ganz klar ein Pfeiler, wenn es darum geht die baupolitischen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Wenn wir schneller, günstiger und klimafreundlicher bauen wollen, führt am Holzbau kein Weg vorbei. Die Branche ist innovativ, mutig und bereit für den großen Aufbruch. Das ist genau die Richtung, die wir brauchen für mehr bezahlbaren Wohnraum.


Serieller Holzbau: Effizienz trifft Klimaschutz

Auch aus Sicht der Branche ist die Richtung eindeutig: Serieller Holzbau gehört zu den wenigen Bauweisen, die Klimaziele und bezahlbares Bauen miteinander verbinden können. Holz wächst nach, speichert CO₂ und ermöglicht durch industrielle Vorfertigung besonders effiziente und planbare Bauprozesse. Gerade in angespannten Wohnungsmärkten eröffnet dies neue Skalierungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund forderten die Branchenvertreter eine konsequente Ausrichtung der Baupolitik auf klimafreundliche Bauweisen. Zentrales Instrument soll dabei die CO₂-Bilanz von Gebäuden werden: Wer nachweislich Emissionen einspart, sollte gezielt gefördert werden. Gleichzeitig braucht der Holzbau verlässliche Rahmenbedingungen – von einer stabilen Rohstoffpolitik bis hin zu rechtssicheren Regelungen, etwa beim geplanten Gebäudetyp E.

Relevante Impulse für Markt und Geschäftsmodelle

Der Kongress brachte die zentralen Stellhebel für Bauen mit Holz im urbanen Raum zusammen: Im Fokus standen dabei auch die veränderten Anforderungen der Bau- und Immobilienwirtschaft – etwa durch Digitalisierung, ESG-Kriterien und produktbasierte Lösungen. Kosten- und Ökovergleiche (Holz vs. Massivbau), Skalierungsfragen und serielle Typenlösungen wurden als Business-Case diskutiert und boten wertvolle Ansätze für Investoren, Projektentwickler und die gesamte Wertschöpfungskette.

 


Chancen für den Holzhandel

Für den Holzhandel unterstreicht der Kongress, dass der Bedarf an industriell verarbeiteten, qualitätsgesicherten Holzprodukten weiter steigen wird. Serielle Bauweisen, Standardisierung und zirkuläre Konzepte erfordern zuverlässige Lieferketten, innovative Produkte und kompetente Beratung.

Vor Ort diskutierte Themen wie Innenausbau, Wohngesundheit, ReUse-Konzepte und Holzhochhäuser unterstreichen, wie breit die Einsatzfelder wachsen – und welche Chancen sich für Handel und Industrie entlang der gesamten Bauwertschöpfung eröffnen.

 

Eine wichtige Botschaft nimmt man vom diesjährigen Holzbaukongress mit: Holz ist nicht nur Baustoff, sondern ein immens wichtiger strategischer Hebel für bezahlbares, nachhaltiges Bauen und dieser Transformation der Bauwirtschaft sollte der Holzhandel aktiv mitgestalten. (tl)

 


Foto: © GD Holz

Foto: © GD Holz