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Sanktionen bringen Segezha an den Rand des Ruins – Verluste des einstigen Holzriesen vervierfachen sich auf 1,1 Mrd. US-Dollar

27.05.2026rss_feed

Sanktionen bringen Segezha an den Rand des Ruins – Verluste des einstigen Holzriesen vervierfachen sich auf 1,1 Mrd. US-Dollar

Russland war 2021 der fünftgrößte Holz-Handelspartner der EU und exportierte im Wert von mehr als 3 Milliarden US-Dollar, bevor Sanktionen diesen Markt im Juli 2022 schlossen. China hat die Absatzlücke anfangs weitestgehend geschlossen und nahm im vergangenen Jahr 77 Prozent des Schnittholzes von Segezha ab. Nun aber schwächelt die chinesische Nachfrage ebenfalls und auch ein stärkerer Rubel führt zu einem weiteren Umsatzrückgang.


Der Verlust der Segezha-Gruppe in Höhe von 88 Milliarden Rubel für 2025 zeigt, wie sehr die Neuausrichtung auf China daran gescheitert ist, die verlorene europäische Nachfrage zu ersetzen. Insgesamt hat Russlands größtes Forstunternehmen im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von 88 Milliarden Rubel (rund 1,1 Milliarden US-Dollar) gemeldet, was dem Vierfachen des Vorjahresverlusts (22 Milliarden Rubel) entspricht. Dies geht aus dem Jahresergebnis der Segezha-Gruppe hervor. Als Gründe werden schwächere Absatzmengen, niedrige Preise, ein gegenüber den Verkaufswährungen stärker werdender Rubel und steigende Kosten in Moskau genannt.

China blieb der größte Einzelbelastungsfaktor für die Geschäftsentwicklung, wobei die Holzabsatzmengen um 9 Prozent auf 2,1 Millionen Kubikmeter sanken, während Segezha den Inlandsanteil am Absatz an einigen Holzverarbeitungsstandorten auf bis zu 69 Prozent erhöhte, um die durch den Abschwung in China entstandenen Absatzlücken auszugleichen. Das Land befindet sich seit vier Jahren in einem Immobilienabschwung und der Sektor hat auch im ersten Quartal 2026 erneut nachgegeben (-11 %).


Der Absatz von Birken-Sperrholz blieb mit 173.000 Kubikmetern weitgehend unverändert und ging im Vergleich zum Vorjahr nur um 1 Prozent zurück. Lieferungen nach China und Indien notierten schwächer, was aber durch einen Anstieg der Inlandslieferungen an Endkunden in Russland teilweise ausgeglichen werden konnte.

Das Volumen der Industrieverpackungen sank um 12 Prozent, da die Nachfrage nach Verpackungen für Baumaterialien einbrach, nachdem eine straffere Geldpolitik und das Auslaufen subventionierter Hypotheken den russischen Bausektor abkühlten.

Diese Ergebnisse werden bekannt, während die russische Forstwirtschaft davor gewarnt hat, dass bis Ende 2026 bis zu 50 Prozent der Unternehmen schließen könnten. Regionale Abgeordnete drängen Moskau auf ein dreijähriges Moratorium für von Gläubigern angestrengte Insolvenzverfahren sowie auf Steuerstundungen und einen Stopp der Eintreibung älterer Forderungen. (nop)


Foto © Thinkstock.com

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