Maßeinheiten bei Brennholz
Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit sind wieder viele Verbraucher auf der Suche nach Brennholz. Oft gibt es dabei Unklarheiten über die Beziehungen zwischen den verschiedenen Volumenangaben, was schnell zu Streit führen kann.
Im Folgenden finden Sie eine kleine Übersicht über die gängigen Maßeinheiten und ihre Umrechnungsfaktoren:
- Festmeter (Fm): 1 m³ reine Holzmasse; der Fm spielt als Abrechnungsmaß beim Brennholz keine große Rolle;
- Raummeter (Rm, in Süddeutschland auch als Ster bezeichnet): ein Würfel mit einer Seitenlänge von 1 Meter, gefüllt mit parallel geschichtetem Holz. Der Rm beinhaltet also auch Hohlräume. Ein Rm kann aus Rundholz oder gespaltenem Holz in verschiedenen Längen bestehen.
- Schüttraummeter (Srm): entspricht 1 m³ lose geschüttetem Holz (auch Hackschnitzel) mit Hohlräumen.
Seltener ist die Abrechnung nach Gewicht in Kilogramm; hier ist die genaue Bestimmung des Wassergehalts wichtig.
Die Vielfalt an Verkaufsmaßen für Brennholz zeigt, dass es besonders wichtig ist, vor dem Kauf eine klare Absprache zu treffen, welche Menge tatsächlich abgerechnet wird. Oft wird beispielsweise 1 Rm gespaltene Meterscheite verkauft, dieser stellt also die Abrechnungseinheit dar. Ausgeliefert wird das Holz dann in der vom Kunden gewünschten Länge, z.B. 33 cm. Nachdem der Kunde das Holz daheim geschlichtet hat, stellt er fest, dass das Holz keinen ganzen Raummeter mehr einnimmt, da kürzeres Holz dichter gestapelt werden kann. Eine klare Absprache hilft hier Ärger und Frust zu vermeiden.
Damit sich der Kunde darauf einstellen kann, wie viel Holz zu erwarten ist, um beispielsweise den Platzbedarf vor dem Haus zum Aufstapeln einzuschätzen, wurden Umrechnungsfaktoren entwickelt. Die Umrechnungsfaktoren für die verschiedenen Raummaße von Scheitholz sind nur Näherungswerte, da Brennholz als natürlich gewachsener Rohstoff stets inhomogen ist.

