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GD Holz und ETTF positionieren sich zu möglichen Importzöllen auf US-Importe

26.03.2025rss_feed

GD Holz und ETTF positionieren sich zu möglichen Importzöllen auf US-Importe

Wie bereits in einem zurückliegenden Newsletter berichtet, läuft bei der EU Kommission noch bis heute eine Befragung der Wirtschaftskreise zu den möglichen Auswirkungen auf die Erhebung von Importzöllen der EU auf Einfuhren aus den USA. Die Zölle sind noch nicht beschlossen, GD Holz und ETTF lehnen sie ab.


In ihrer Rückmeldung an die Kommission haben sowohl der GD Holz als auch die in der ETTF vertretenen Handelsverbände in einem abgestimmten Positionspapier die Einführung von Einfuhrzöllen und somit das Übergreifen auf den bereits mit Zöllen belegten Stahl- und Aluminiumsektor abgelehnt.

Die Kernargumente sind dabei, dass Deutschland als Exportnation auch im Holzbereich sich keinen Handelskrieg erlauben sollte, die Importeure im nicht-tropischen Laubholzbereich maßgeblich von amerikanischen Spezies abhängig und diese nicht durch europäische Holzarten austauschbar wären und es sich dabei ganz überwiegend um Roh- und Halbfertigwaren handelt.

Bei Verhängung von Einfuhrzöllen schädigten diese Zölle nicht nur den Importeur direkt, sondern insbesondere die nachgelagerte Wertschöpfungskette, beispielsweise die Möbelindustrie. Insofern sollten, wenn überhaupt, Einfuhrzölle auf in den USA produzierte und fertige Produkte erhoben werden, so wie auch in der Vergangenheit von der Kommission durchgeführt (Bourbon, Motorräder, Jeans etc.).


Beide Verbände setzen sich weiterhin dafür ein, dieses handelspolitische Vorgehen mit Augenmaß zu betreiben und dabei auch zu beachten, dass die US-Administration reziprok agieren könnte – dann würden zum Beispiel US-Importe von Nadelschnittholz aus der EU mit einem Einfuhrzoll belegt, was nicht im Interesse der EU-Kommission sein kann.

Die Fragen, welche Zollsätze verhängt würden, ab wann diese greifen und ob es Übergangszeiträume geben würde, sind bisher nicht geklärt.

Das statement der ETTF (engl.) finden Sie anbei.

(nop)



Foto © Thinkstock.com

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