Deutsche Sägeindustrie bleibt unter Druck
Schwache Nachfrage belastet die Geschäfte der Nadel- und Laubholzsäger. Die Laubholzsäger blicken jedoch etwas zuversichtlicher auf die kommenden Monate.
Laut dem ifo-Institut blieb im Juli 2026 die wirtschaftliche Lage der deutschen Sägeindustrie angespannt. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den Nadelholzsägern: Rund 75 % der befragten Unternehmen meldeten eine Verschlechterung ihrer laufenden Geschäfte; die übrigen bewerteten die Geschäftslage als ausreichend. Nachfrage und Auftragsbestände entwickelten sich schwach. Gut die Hälfte der Betriebe meldete eine rückläufige Nachfrage, jeder zweite einen gesunkenen Auftragsbestand. Auch das Auslandsgeschäft verlor an Dynamik.
Entsprechend vorsichtig sind die Produktionspläne. Für die nächsten drei Monate rechnet kein Nadelholzsäger mit einer Ausweitung der Produktion. 80 % wollen das Niveau halten, 20 % planen Kürzungen. Die durch Aufträge gesicherte Produktionsdauer beträgt nur einen Monat, die Kapazitätsauslastung liegt bei 81,6 %. Als wichtigste Produktionshemmnisse nennen die Unternehmen fehlende Aufträge, ein zu geringes Rohstoffangebot und Finanzierungsengpässe. Gleichzeitig gingen die inländischen Verkaufspreise bei 70 % der Betriebe zurück.
Bei den Laubholzsägern ist das Bild gemischt. Zwar bewerten 50 % ihre aktuelle Lage als schlecht, die Erwartungen haben sich jedoch aufgehellt: 30 % rechnen mit einer Verbesserung, 50 % mit stabilen Verhältnissen und 20 % mit einer Verschlechterung. Auch die Auftragsbestände sind gewachsen. Dennoch beurteilen drei Viertel der Betriebe ihre Auftragssituation als schlecht, und 80 % erwarten weiter eine sinkende Produktion.
Mit 60 % fällt die Kapazitätsauslastung der Laubholzsäger deutlich niedriger aus. Die Auftragsreichweite beträgt 1,5 Monate. 92 % berichten über Produktionsbehinderungen; neben fehlenden Aufträgen zählen Rohstoff- und Arbeitskräftemangel sowie Finanzierungsengpässe zu den zentralen Belastungen. Stabilität zeigt sich bei den Verkaufspreisen: Alle Befragten meldeten konstante Inlandspreise und erwarten dies auch für die nächsten drei Monate.
(Quelle: holzmarktinfo.de, ifo-Institut)
(js)

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