Bundesregierung und KfW starten Deutschlandfonds
- Impuls für mehr private Investitionen in zentralen Zukunftsfeldern
Die Bundesregierung und die KfW haben den Deutschlandfonds ins Leben gerufen – ein Investitionsrahmen, der auch für den Holzhandel neue Perspektiven eröffnet.
Damit soll ein Rahmen geschaffen werden, der es privaten und kommunalen Unternehmen erleichtert, in großem Umfang in Deutschland zu investieren. Der Bund stellt dafür öffentliche Mittel und Garantien in Höhe von rund 30 Milliarden Euro bereit – ein Investitionsrahmen, der auch für die Holzbranche große Potenziale bietet. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken und den Ausbau moderner Infrastruktur voranzutreiben.
Um die gesamte Breite an Bedarfen zu adressieren, ist der Deutschlandfonds kein Investmentfonds, sondern stellt eine Dachstruktur für verschiedene Bausteine dar, welche diese Bedarfe spezifisch adressieren sollen. Im Baustein Industrie und Mittelstand soll über den Deutschlandfonds die Finanzierung von Zukunftsinvestitionen in die Wettbewerbsfähigkeit erleichtert werden.
Warum ist das für die Holzwirtschaft relevant?
Die Holzbranche steht vor der Transformation: Energieeffizienz, Dekarbonisierung und Rohstoffsicherung sind zentrale Themen. Der Deutschlandfonds unterstützt hier gezielt:
Industrie & Mittelstand:
Instrumente wie Transformations-Kredite oder Garantieabsicherungen erleichtern Investitionen in moderne Produktionsanlagen, Maschinenbau und digitalisierte Fertigungstechnologien. Für den Holzhandel heißt das: neue Sägewerke, Lagerlogistik, Sortiertechnik oder Digitalisierungskonzepte können somit mit günstigeren Finanzierungsbedingungen realisiert werden, z.B.:
- Finanzierung neuer Produktionsanlagen für Holzwerkstoffe mit energieeffizienten Technologien.
- Investitionen in CO₂-arme Prozesse, z. B. Trocknungstechnologien mit Wärmerückgewinnung.
- Modernisierung von Sägewerken zur Reduzierung des Energieverbrauchs.
Rohstofffonds:
Der Fonds beinhaltet einen Rohstofffonds, der gezielt Eigenkapital und Kredite bereitstellt für Projekte zur Gewinnung kritischer Rohstoffe. Holzhandelnde Unternehmen könnten davon profitieren, wenn sie sich an der nachhaltigen Forstwirtschaft oder innovativen Holzgewinnungsprojekten beteiligen.
Energieinfrastruktur:
Der Deutschlandfonds fördert erneuerbare Energien, Wärmenetze und Energieeffizienz. Der Holzhandel kann hiervon profitieren, wenn er in Biomasseanlagen, Holzheizwerke oder klimafreundliche Logistik investiert, um seinen CO₂-Fußabdruck zu senken, z.B. durch
- Absicherung von Investitionen in eigene Wärmenetze für holzverarbeitende Betriebe.
- Förderung von Geothermie-Projekten zur Wärmeversorgung von Produktionsstandorten.
Stufenweise Umsetzung:
Erste Instrumente wie das Absicherungsprogramm für Transformationsindustrien und die Förderung von Geothermie sind bereits gestartet. Ab 2026 folgen weitere Bausteine, die auch für die Modernisierung der Energieversorgung in holzverarbeitenden Betrieben relevant sind. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte aufbereitet in beigefügtem Faktenblatt. (tl)

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